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Dieser Blog beschäftigt sich mit Beobachtungen und Gedanken zu menschlichem Verhalten - sei es, wie wir mit eigenen oder anderen Fehlern umgehen, wie wir uns in Gesellschaft verhalten oder was für eine Partnerschaft wichtig sein kann. Gern gebe ich Tipps, wie man sich und anderen das Leben leichter machen kann.

Alles Kleinkram!

Manchmal stöhnen wir über den ganzen „Kleinkram“ – einkaufen, Buchhaltung auf den neuesten Stand bringen, die Briefe müssen noch zur Post, zwischendurch schnell ein Essen auf den Tisch zaubern, eine Seminarausschreibung muss schnellstens gemailt werden … und und und. Jetzt im Advent gibt es besonders viel Kleinkram, besonders häufig für Frauen: Geschenke kaufen, Wohnung schmücken, Weihnachtspost schreiben, Pakete packen und zur Post bringen, Weihnachten planen … und jede Menge Weihnachtsfeiern.

Ja, es gibt viel zu tun. Und manchmal wird es von anderen nicht genügend gewürdigt, die nur wegwerfend sagen: „Ist doch alles Kleinkram!“

Aber wie wäre es mal mit einer anderen Sicht? Manchmal tröste ich mich: „Toll, dass es all diesen Kleinkram für dich gibt!“ Toll, dass du einkaufen kannst. Dass es genug zu essen gibt und du auch das Geld dafür hast. Toll, dass du deine Wohnung adventlich schmücken kannst. Dass du alsSelbständige gutes Geld verdienst und somit überhaupt eine Buchhaltung machen kannst. Also geht es letztendlich um Dankbarkeit für alles, was man hat.

Und nun nochmal eine andere Sichtweise, die ich sehr eindringlich im Bestseller von Bronnie Ware „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ dargestellt fand. Ein alter sterbender Mann sagte der Autorin: „Nimm den Kleinkram nicht wichtig – es ist die Liebe, die zählt!“

Gib deine Energie und Zeit den Menschen, die du liebst und die dich brauchen! – Verschwende deine Energie nicht damit, dich über die vielen unzähligen kleinen Dinge zu echauffieren, die du nicht ändern kannst und die getan werden müssen!

Soll ich Ihnen was sagen? Seit einiger Zeit hängt dieser Zettel über meinem Schreibtisch: „Nimm den Kleinkram nicht wichtig!“ Und wenn ich darauf schaue, habe ich das Gefühl, dass ich tatsächlich gelassener werde. Und dankbarer.

Das wünsche ich Ihnen allen für die Advents- und Weihnachtszeit!

Herzlichst

Ihre/Eure

Gabriele Berding

 

Mein Garten ist ein Garten ... und noch vieles mehr

Mein Garten ist ein Garten und noch so vieles mehr ... Er ist ein Sinnbild des Lebens und wie wir unseren Garten gestalten und nutzen, sagt viel über uns selber aus. Lieben wir die Fülle oder die Einfachheit? Ziehen wir uns gern zurück oder haben wir gern viele Leute um uns herum? Dürfen sich Dinge entwickeln oder möchten wir möglichst viel kontrollieren?  Was ist uns wichtig und leben wir danach?

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Neuanfang – immer wieder möglich!

Heute ist Ostern, da kommen Themen hoch wie: Auferstehung, Neubeginn, Neuanfang, Frühling, Wachstum, Wunder.

Natürlich ist die Natur dafür das beste Betrachtungsobjekt: Die Vögel haben längst wieder angefangen zu singen, die Winterstille wurde durch wunderbare Töne abgelöst (jetzt, in den frühen Abendstunden, flöten gerade Amseln beharrlich im Nachbarsgarten). Die Tulpen schießen immer mehr hoch, aus Erde und altem Gras, jetzt kann ich die noch grüne Blütenknospe schon deutlich erkennen, vor einer Woche habe ich noch nichts entdecken können. Eins der vielen kleinen Wunder, die gerade im Frühling so auffällig sind. Die Vögel sammeln schon Nistmaterial und irgendwann wird man kleine Vögel im Nest tschilpen hören … das nächste Wunder!

Ich liebe sehr ein schwedisches Frühlingslied, das übersetzt etwa so lautet:

O du alte, o du alte Mutter Erde!

Wo bist du gewesen in den dunklen, dunklen, langen Winternächten?

„Ich war immer da, ich war immer da!“ (antwortet die Erde)

Was unter einer dicken Schneedecke und hartem Frost verborgen war, hat nur darauf gewartet, sich wieder zeigen zu können …

Wenn man in einer schweren Krise steckt

Ich finde, das kann man auch auf Anderes übertragen: Wenn man in einer schweren Krise steckt, meint man manchmal, alles und vielleicht auch sich selber verloren zu haben … aber irgendwann fasst man wieder Fuß und findet sich wieder.

Oder vielleicht klagt man in schwierigen Lebenssituationen das Schicksal oder Gott an: Wie konntest du mir das antun, wie konntest du mich so allein lassen?! Und oft sieht man dann später, dass das, was passiert ist, einen Sinn gehabt hat. Man versöhnt sich wieder mit dem Schicksal oder Gott und spürt, dass man nie wirklich sich selbst überlassen wurde.

(Nicht jeder kann das so sehen und natürlich gibt es auch Dinge, über die viele Menschen nicht hinwegkommen und auch den Glauben an einen gnädigen Gott, an ein gnädiges Schicksal nicht bewahren können.)

Das Wunder des Neubeginns – das ist es, was mich begeistert!

Zum Beispiel, wenn Menschen, die eines meine Single-Seminare besucht haben, mir wenige Wochen später erzählen, dass sie nun – oft nach langen Jahren des Alleinseins – einen netten Partner gefunden haben. Wenn Mutter und Tochter sehr lange eine schwierige Beziehung hatten und jetzt plötzlich eine langsame Annäherung stattfinden kann. Wenn die geschiedenen Eltern, nach Jahren der auch nach außen demonstrierten Abneigung, plötzlich wieder mit ihren ehemaligen Partnern und ihren mittlerweile erwachsenen Kindern harmonisch zusammenkommen können, sogar Weihnachten miteinander feiern!

Das sind alles kleine oder sogar große Wunder!

Einige davon habe ich selber erlebt. Auch dass mit jemandem, mit dem ich mich gar nicht verstanden habe, irgendwann ein freundschaftliches Verhältnis möglich wurde.

Nicht immer gibt es die positive Entwicklung: Eine unfreundliche Kollegin blieb auch nach Monaten des Bemühens weiter unzugänglich. Eine gute Freundin kündigte mir die Freundschaft auf und hat nie wieder mit mir gesprochen – allen meinen Bemühungen zutrotz. Da half es auch nicht wirklich, dass ich wusste, dass sie schon einige Freundschaften abrupt beendet hatte.

 Hier aber geht es um gelingenden, unerwarteten wunderbaren Neubeginn. Haben Sie Beziehungen, bei denen ein versöhnlicher Schritt auf den anderen zu guttäte? Können Sie etwas dazu tun, dass ein Wunder wahr wird, ein wunderbarer Neubeginn? Oder gibt es etwas, was Sie gern täten, sich aber noch nicht getraut haben zu tun?

Der Frühling ist eine besonders gute Jahreszeit, Neues zu beginnen – die Natur macht es uns vor!

Haben Sie erstaunliche, neue und positive Entwicklungen bereits erleben dürfen? Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall wunderbare Neuanfänge und würde mich auch freuen, wenn Sie hier – oder natürlich auch in einer Privatmail an mich - davon berichten mögen!

Herzlichst

Ihre/Eure

Gabriele Berding

 

Wandel und Älterwerden – wie hart ist das?

Wer jung ist, für den sind das Älterwerden oder gar Gedanken über den Tod meist weit weg. Schon Vierzigjährige sind dann uralt, zu denen stellt man einfach keinen Bezug her. Trotzdem kann einem die Vergänglichkeit des Lebens manchmal schon in jungen Jahren bewusst werden, schmerzhaft – wenn nahe Verwandte oder gar jüngere Freunde sterben. Dass Altes vergeht und Neues entsteht, gilt aber für jeden vom ersten Atemzug an. Und es macht Sinn, sich dessen bewusst zu werden und es anzunehmen. Aber auch, wenn man die Wahl hat, zu schauen, was man bewahren möchte und von was man sich lieber verabschiedet.

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Gute Partnerschaft – ganz einfach!

Ein provokanter Titel, ich weiß! Und aus meinen Single- und Paarseminaren, meinen Therapiesitzungen und Paarberatungen weiß ich natürlich, wie viele um gelingende Partnerschaften ringen, sich jahrelang abmühen, kämpfen, sich zerreiben. 

Als Erstes, sozusagen als Vorbedingung: Suchen Sie sich Ihren Partner sorgfältig aus, hören Sie nicht nur auf Ihr Herz und Ihre Hormone, sondern auch auf Ihren Verstand, gern auch Ihren „Herzens-Verstand“. Sie tragen Verantwortung für sich selber und Ihr Lebensglück (auch wenn es letztlich ein  Lebensabschnittsglück wird) und Sie sollten sich nur jemanden als Partner suchen, der Ihnen guttut. Der provokante Titel zu einem guten Buch:“ Liebe dich selbst und du kannst heiraten, wen du willst“ sollte nicht ganz ernstgenommen werden. Natürlich haben gelingende Partnerschaften auch viel mit Selbstliebe zu tun und die Erkenntnis, dass es viel erfolgversprechender ist, an sich selber zu arbeiten statt seinen Partner ändern zu wollen, hat sich sicher schon herumgesprochen.

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Fehler verzeihen - wir machen alle welche!

Grundsätzlich möchte ich dafür plädieren, die Fehlerhaftigkeit von Menschen nicht zu persönlich zu nehmen. Ihnen nochmal eine zweite Chance zu geben. Die Dinge möglichst locker und gelassen zu sehen. Man vergibt sich sonst die Chance auf gute neue Beziehungen oder die Fortführung langjähriger harmonischer Freundschaften (in einer Therapiesitzung erlebte ich die große Trauer einer alten Dame, deren beste Freundin ihr gerade nach jahrzehntelanger Freundschaft selbige aufgekündigt hatte – aufgrund einer dummen Reaktion ihrerseits).

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Hilfe, Kritik!

Wie gut können wir Kritik vertragen? Manche können es wirklich gut, viele haben aber Probleme damit. Gern unterscheiden wir zwischen konstruktiver und nicht konstruktiver Kritik, im Volksmund eher gute oder schlechte Kritik. Eine Art Kritik will niedermachen und Frust abladen, während positiv gemeinte Kritik, aufbauend, konstruktiv sein will, dem Kritisierten die Möglichkeit bieten will, Dinge oder sein Verhalten zum Besseren hin zu verändern. Natürlich kann auch total niedermachende Kritik eine Botschaft beinhalten, die dem Kritisierten weiterhilft. Vielleicht kann der Kritiker sich nicht so gut ausdrücken, weiß nicht, wie man „konstruktiv“ kritisiert. Aber er ist total gefrustet und lädt das nun ab. Und das kann durchaus was mit dem Verhalten des Kritisierten zu tun haben, der nun eine üble Dusche abkriegt.

(Foto: c detailblick - fotolia.com)

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Höflichkeit – andere nicht ausschließen

Wahrscheinlich kennt jeder die Situation: Man erscheint auf einer Party und kennt keine oder fast keine Menschen. Den Gastgeber natürlich, aber er muss sich um alle Gäste kümmern und kann sich nicht lange mit einem befassen. Entweder ist man besonders schüchtern oder besonders zuversichtlich und selbstbewusst und bleibt erstmal allein irgendwo stehen – irgendwer wird einen schon ansprechen und in ein Gespräch verwickeln.

Oder man ist mutig oder der Meinung, man muss selber für sein Glück sorgen, und schaut, wer einem sympathisch ist und wen man ansprechen könnte.

Aber, man glaubt es kaum, es gibt tatsächlich Menschen, die einem selbst bei einer lockeren Geselligkeit unfreundlich abblocken ...

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Höflichkeit – das Antworten nicht vergessen

Immer mal wieder erlebe ich es, privat oder beruflich, dass Menschen nicht zurückrufen oder Mails nicht beantworten. Klar, manchmal fehlt einfach die Zeit oder die Mail wird übersehen, eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter überhört. Manchmal sind Leute krank oder im Urlaub. Mir selber ist es selbst schon mal passiert: Ich gab in einer weiter entfernten Stadt ein Seminar, hörte hinterher viele Nachrichten ab und vergaß eine zu beantworten. Ich erhielt von dieser Anruferin eine beleidigt-aggressive Mail: Sie wüsse nicht, was sie Schlimmes verbrochen habe, dass ich ihr nicht mal zu antworten geruhe … Wieder einmal ein Fazit. Dinge nicht gleich persönlich zu nehmen, erleichtert vieles.

Das war einfach ein Übersehen, nicht böswillig gemeint, ich erklärte es und entschuldigte mich. Das kann anderen genauso passieren … trotzdem kann das nicht alles erklären.

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Jeder Mensch hat zwei Seiten!

Staunen Sie manchmal auch, dass Sie eine gute Freundin haben und die wiederum hat eine Freundin, die Sie überhaupt nicht ausstehen können? Sie fragen sich, wieso eine so „Nette“ mit einer so Unsympathischen befreundet sein kann. Was sie bloß an der sieht? Natürlich gibt es auch Freundinnen, die sehr viele Gemeinsamkeiten haben, einen ähnlichen Geschmack und die tatsächlich oft dieselben Leute sympathisch finden. Aber immer ist das eben nicht der Fall. Es muss irgendeine „Chemie“ geben, die dafür sorgt, dass diese zwei Frauen sich verstehen, die aber eben nicht zwischen Ihnen und dieser Frau zur Wirkung kommt.

Manchmal zeigen wir ja einem Menschen eine nette Seite und einem anderen fast gleichzeitig eine weniger nette ... woran das wohl liegt?

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Ausreden lassen, bitte!

Jeder kennt Menschen, die einem gern ins Wort fallen. Vielleicht ertappen wir uns manchmal selbst dabei, dass wir uns auf den Redefluss anderer draufsetzen, diese sozusagen unter Wasser und wegdrücken, blubb, blubb, und wir haben freie Bahn! Manchmal ist uns das gar nicht so bewusst. Wir wollen dringend etwas sagen, der andere lässt einen vielleicht auch nicht leicht zur Wort kommen. Je älter wir werden, desto mehr haben wir oft auch Angst, dass wir vergessen, was wir sagen wollen – wenn wir damit nicht ganz schnell rausrücken können.

Dass anderen ins Wort zu fallen generell unhöflich ist, werden sicher die meisten bestätigen.

Sicher kennen Sie auch die Variante, dass jemand Ihnen zwar nicht direkt ins Wort fällt, sich aber so in ein Gespräch drängelt, dass Sie selber mehr oder weniger unbemerkt rausfallen.

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